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Konzept: Domizil-Passivhaus, Effizienzhaus Plus

Konzeptbeschreibung zum Domizil-Passivhaus/Effizienzhaus Plus mit Elektromobilität in Lüneburg:

Auf einem 3.100 m² großem Naturgrundstück mit 400 m² großem Teich direkt im Süden und Osten an ein Naturschutzgebiet angrenzend wurde in den 60er Jahren ein nach heutigem Standard energetisch schlecht gedämmtes Einfamilienhaus gebaut. Der Altbestand wurde inzwischen abgerissen und entsorgt, so dass das Grundstück für den im Mai erfolgten Baubeginn zur Verfügung stand. Eine dem Bauantrag entsprechende Baugenehmigung liegt also bereits vor. Auf den davorliegenden Grundstücken haben wir in den Jahren 2005 - 2007 den „Energiesparpark Hasenburg“ erstellt. Ein Doppelhaus sowie drei Einfamilienhäuser im damaligen „KfW-40- bzw. 60-Standard“.

Das neu entstehende Einfamilienhaus wird als zertifiziertes Passivhaus erstellt werden. Weiterhin haben wir uns entschlossen, unser Gebäude in Anlehnung eines Modellprojektes im Effizienzhaus Plus-Standard zu erstellen. Mit diesem Einfamilienhaus wollen wir nach Fertigstellung unser erstes Passivhaus „zur Schau stellen“. Als Mitglied vom „Klimawerk Lüneburg“, wo ich vor knapp sechs Jahren in den Beirat gewählt wurde, setze ich mich mit meinem Unternehmen „domizil“ in der Region Lüneburg bis Hamburg für hoch energiesparendes neu bauen ein. Mit dem Effizienzhaus Plus wollen wir aufzeigen, welch innovativen Möglichkeiten bereits heute beim Neubau zur Verfügung stehen!

Die Grundlage ist eine hochgedämmte Gebäudehülle im Passivhausstandard. Als Massivhaushersteller war uns dabei wichtig, einen massiven, 2-schaligen Wandaufbau mit Verblendmauerwerk zu verwirklichen, da die meisten Passiv- bzw. Effizienzhäuser Plus in Holzrahmenbauweise oder mit einem Wärmedämmverbundsystem erstellt werden.

Das Gebäude wird mit einer thermischen Solaranlage zur Warmwasserversorgung und zur Heizungsunterstützung in Flachkollektorausführung ausgestattet. Die Installation erfolgt als Flachdachaufständerung mit einem Neigungswinkel von 60° und ist mit einer großen Kollektorfläche bemessen. Der Warmwasservorrat wird in einem großen Pufferspeicher gepuffert. Im oberen Bereich des Speichers wird heißes Wasser entnommen und zu einem Wärmetauscher geleitet. Über diesen Wärmetauscher wird das Frischwasser aus der Leitung wie bei einem Durchlauferhitzer erwärmt. Heißes Speicherwasser fließt am frischen Trinkwasser vorbei und erwärmt es dabei. Das heißt: Das heiße Wasser aus der Leitung wird immer frisch zubereitet, sobald man den Hahn öffnet.
Um den weiteren Wärmebedarf in kalter Winterzeit abzudecken, wird eine Wasser/ Sole-Wärmepumpe eingesetzt. Geplant ist hier eine Leistung von 6,0 KW.

Das Wohnzimmer im Erdgeschoß wird mit einem wasserführenden Kaminofen (Stückholz) „als Lustfeuerstätte“ ausgestattet, welcher den Großteil der Heizenergie über die Wasserwärmetauscher an das Heizsystem bzw. die Pufferspeicher übergibt. Hierdurch wird ein sporadischer Betrieb ohne Überheizung des Aufstellraumes ermöglicht. Hier kommt ein Kaminofen des Fabrikates Schiedel, Typ: Kingfire Aqua-S mit einer Leistung von ca. 7,2 KW, wobei sich die Verteilung mit 35/65 % luft- bzw. wasserseitig darstellt, zur Ausführung.

Im KG = Fitness/Wellness sowie EG = Diele, HWR, Küche und Wohnzimmer und im OG = Bad und Duschbad wird mit einer Fußbodenheizung versehen. Die Raum- temperaturregelung wird mit entsprechenden Raumthermostaten umgesetzt. Weiterhin wird das EG und DG mit Wärmeenergie der einzelnen Räume mit Heizkörpern ist wie folgt aufgeteilt: EG = Arbeiten; OG = Ankleide, Schlafen, Kind und Gast. Die Raumtemperaturregelung wird mit entsprechenden Heizkörperthermostaten umgesetzt.

Weiterhin wird eine zentrale Lüftungsanlage, mit 90% Wärmerückgewinnung eingesetzt. Zur Vorwärmung der Luft im Winter und zur „Kühlung“ der Luft im Sommer werden die Zuluftrohre mit einer Länge von etwa 35 Meter unterirdisch geführt.

Auf den flachgeneigten Dächern werden zusätzlich zur Solarthermie 25 Dünnschicht-PV-Module auf Konsolen mit einer Modulleistung von 260 W/Stck im Aufstellwinkel von ca. 30° montiert (Modulabmessungen: 1670 x 1000 x 50 mm ( L x B x H ). Weitere 18 PV-Module werden zwischen der Terrasse und dem tiefer liegenden Garten mit Aufstellwinkel von ca. 30° eingebunden, so dass eine Stromerzeugung mit einer Anlageleistung von 11,18 kWp zur Verfügung steht, was einem Anlagenertrag von ca. 9.390 kWh / a entspricht. Hiermit wird nicht nur der vollständige Energiebedarf des Gebäudes mit sämtlichen, effizienten, hoch energiesparenden Elektroverbrauchern (Herd, Kühl/Gefrierschrank, Waschmaschine, Wäschetrockner, TV- u. Audiogeräte, LED-Beleuchtungsanlagen etc.). abgedeckt, sondern außer der Stromversorgung einer Sauna im Wellnessbereich, auch die Stromversorgung/Mobilität eines Elektroautos versorgt werden. Um einen möglichst hohen Eigenverbrauch zu ermöglichen, sollen elektrische Pufferspeicher (Lithium-Batterietechnik) zum Einsatz kommen. Wir planen eine Größe von 4 – 4,4 KW/h einzubauen.

Ebenso soll ein intelligentes Netz („Smart grids“) als entsprechendes Energie-management-System installiert werden, um eine komplette Gebäudeautomatisierung zu erreichen.

 

Lüneburg, im Oktober 2014

Peter Ohlms